Integration bedeutet sich einzugliedern in das allgemeine und berufliche Leben. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Beherrschung der deutschen Sprache. Erste Schritte leistete dazu der Integrationskreis Bellenberg mit einem möglichst individuell abgestimmten Deutschunterricht. Inzwischen aber konnte der größte Teil der Bellenberger Asylbewerber an systematischen Integrationsmaßnahmen teilnehmen.

In der Folge davon zeigten sich durchaus auch bescheidene Erfolge im Hinblick auf die Integration in das Arbeitsleben. Zwei anerkannte Flüchtlinge begannen eine Ausbildung als Berufskraftfahrer bzw. als Fachkraft für Metalltechnik mit dem Schwerpunkt Zerspanungstechnik. Mehrere Flüchtlinge haben einen festen Arbeitsplatz, müssen aber zum Teil weiterhin mit der Angst vor einer Ausweisung leben.

Problematischer ist die Situation jener Flüchtlinge, die über Zeitarbeitsfirmen vermitteln werden. Hatten im Herbst alle eine Arbeitsstelle, so wurde den meisten vor Weihnachten gekündigt und für sie beginnt nun wieder das Warten auf eine neue Chance.

Ein junger Flüchtling, der erst im Sommer 2018 nach Bellenberg kam, besucht die Integrationsklasse der Berufsschule in Illertissen und eine junge Frau aus Eritrea bereitet sich gerade für die B1-Sprachzertifikat- Prüfung im März vor.

Lediglich zwei in der Hammerschmiede wohnende Flüchtlinge sind schwer vermittelbar, weil sie entweder kaum Deutschkenntnisse erworben haben oder mit den Anforderung der Arbeitsprozesse nicht zurecht kommen.

Die Kinder zweier Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan bzw. Syrien besuchten mit sehr unterschiedlichem Erfolg die Lindenschule.

Nach wie vor bemühen sich Mitglieder des Integrationskreises dort Unterstützung zu leisten, wo um Hilfe gebeten wird. Aber zum Einen sind die meisten Flüchtlinge bereits in der Lage, ihre Anliegen selbst zu regeln und zum Anderen sind natürlich die Einflussmöglichkeiten bei der Beschaffung von Arbeit und/oder Wohnung sehr beschränkt.