Niemand „wirft sein Leben ins Mittelmeer“ aus Abenteuerlust! Niemand flieht aus seiner Heimat nur mit dem, was er am Leib trägt und mit seinen Händen tragen kann, sondern er verschuldet sich, um die Flucht zu finanzieren, und hinterlässt alles, was er kennt und liebt. Das  Leben in Deutschland ist für viele nicht begeisternd, sondern sehr beängstigend, kommen diese Menschen doch in eine fremde Umgebung mit einer gänzlich anderen Kultur wie sie es bisher gewohnt waren.

 

Bereits vor Ankunft wurde für jeden Asylsuchenden eine Mappe in verschiedenen Sprachen erstellt und alles, was wir für wichtig hielten, für unsere neuen Mitbürger beschrieben und erklärt. Wir vom AK Erstorientierung versuchen den Start in der Gemeinde so einfach wie möglich zu machen, indem u. a. folgende Fragen erklärt wurden:
     

  • Wo kann man günstig einkaufen?
  • Wie funktioniert der Kauf von Fahrkarten?
  • Wie wird die Straße überquert?
  • Wo finde ich das Rathaus?
  • Warum ist es lebensgefährlich, sich an und auf den Zuggleisen aufzuhalten?
  • Was ist eine Sozialversicherungsnummer?
  • ..und viele weitere Fragen!

 

Wir haben regelmäßige Besuchszeiten in der Unterkunft und kümmern uns um Post und viele weitere Fragen des täglichen Lebens. Ist es schwierig für einen Deutschen einen Behördenbrief zu verstehen – wie mühsam muss es für jemanden sein, der die deutsche Sprache nicht oder nur wenig beherrscht?